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Unternehmensentwicklung als Basis zur Zukunfssicherung.


Die 100-jährige Geschichte des heute in der 4. Generation erfolgreich geführten Unternehmens OPAVSKY Emailleschmelze & Glasurenfabrikation begann 1914, als Josef Opavsky, Ofenbauer und seinerzeit in verschiedenen Emaillewerken tätig, den Standort in Vallendar erwarb und am 1. Juli 1914 sein eigenes Unternehmen gründete. Josef Opavsky erkannte den damals hohen Bedarf an hochwertiger Emaille und begann mit der Entwicklung und Produktion eigener Emaille-Fritten. Zu den ersten Kunden zählten die damals in der Gegend zahlreich ansässigen Produzenten für Haushaltsgeschirr. Nach dem Gründer übernahm dessen Sohn Fritz Opavsky im Jahre 1930 die Firma.

Kundenkreis auf Keramik erweitert

Nach Studium und ersten Berufsjahren in Emaillierwerken trat Heinz Kropp 1958 in das Unternehmen ein. Heinz Kropp und dessen Ehefrau Annemie Kropp, geb. Opavsky, übernahmen im Jahre 1969 die Leitung der Firma. Bis 1969 wurden ausschließlich Emaille-Fritten produziert. Veränderte Marktbedingungen machten es erforderlich, einen neuen Kundenkreis zu erschließen. Das Unternehmen OPAVSKY liegt am Rande des Kannenbäckerlandes. Dort hat sich im Laufe der Jahrhunderte eine einzigartige keramische Kultur, vom Handwerk über die Kunstszene bis zur industriellen Produktion von keramischen Artikeln, entwickelt. So lag es nahe, für diesen Kundenkreis entsprechende Fritten und Glasuren anzubieten. Anwendung fanden diese neuen Produkte bei der Herstellung zahlreicher keramischer Erzeugnisse: Spaltplatten, Steinzeug, Steingut, Wand- und Bodenfliesen, Gefäß- und Zierkeramik sowie Ofenkacheln. Emaille-Fritten hatten in den 70er Jahren noch einen großen Anteil am Produktmix der Firma.

Inge Kropp erweitert die Kapazitäten

Im Jahre 1979 trat die Tochter von Heinz und Annemie Kropp, die junge Keramik-Technikerin Inge Kropp, in das Unternehmen ein. Sie war in der ersten Zeit in der Entwicklung und im Außendienst tätig. Ehe sie im Jahre 1990 mit ihrem Vater gemeinsam das Unternehmen leitete, lernte sie den Betrieb von der Pieke auf kennen.

Die 80er Jahre waren durch eine Umorientierung der Produkte gekennzeichnet, weg von der Produktion der traditionellen Emaille-Fritten hin zu Fritten und Glasuren für die Keramik. Die erfolgreiche Platzierung der neuen Produkte machte eine Kapazitätserhöhung notwendig. In der 1989 gebauten Produktionshalle wurden 2 weitere 1000 kg-Drehrohröfen mit einer modernen Abgasreinigungsanlage installiert. Gleichzeitig wurden alle Öfen auf eine effektive und umweltfreundliche Befeuerung mit Gas/Sauerstoff umgerüstet. Die Produktionshalle wurde außerdem für eine Erweiterung der Trockenmahlung auf Trommelmühlen genutzt. In diese Halle fand auch der erste Pflugscharmischer seinen Standplatz. Auf diesem wurden hauptsächlich Fertiglasuren für die baukeramische Industrie gemischt.

Dachziegelindustrie als neue Kundengruppe

Mit Beginn der 90er Jahre begann man mit der Produktion von Fritten, Glasuren und Engoben für die Dachziegelindustrie. Die damit verbundene Umsatzsteigerung erforderte wiederum eine Vergrößerung der Produktionsflächen.

Trockenmahlanlage bringt Kundenvorteile

So wurde im Jahre 2000 das Betriebsgebäude um eine zusätzliche Halle erweitert. In Kooperation mit der Firma Eirich wurde im Jahre 2001 die Trockenmahlanlage MaxxMill in Betrieb genommen. Auf dieser Mühle werden Fritten trocken gemahlen und können in einer Feinheit geliefert werden, die es den Kunden gestattet, die Glasuren und Engoben lediglich durch Quirlen zu verarbeiten. Der Einsatz von Mühlen wird so überflüssig.

Heute stehen für die Aufbereitung von Glasuren und Engoben 5 moderne Pflugscharmischer zur Verfügung. Diese betrieblichen Änderungen erforderten es, auch den Laborbereich zu vergrößern. Der Laborbereich wurde wesentlich erweitert, die Fläche des Labors und gleichzeitig auch die Anzahl der Mitarbeiter verdoppelt. Qualifizierte Fachkräfte wie Chemieingenieure, Chemielaboranten und Keramiktechniker sorgen dafür, dass die anfallenden Arbeiten der Qualitätssicherung und Entwicklungen bewältigt werden.

Erweiterung des Außendienstes

Der Aufwärtstrend des Unternehmens setzte sich im letzten Jahrzehnt kontinuierlich fort. Das hatte zur Folge, dass der Außendienst aufgestockt werden musste. Das Krisenjahr 2008 und die folgenden Jahre konnte das Unternehmen nahezu problemlos meistern. Aus dieser Zeit ist ein Zitat des Betriebsleiters in Erinnerung: „Für Kurzarbeit haben wir keine Zeit!“ Im Jahre 2011 verstarb Heinz Kropp. Mit Heinz Kropp verlor das Unternehmen einen Chef, von dem mit Fug und Recht gesagt werden kann, er habe sein Unternehmen geführt und nicht gemanagt. Seit dieser Zeit leitet Inge Kropp die Firma als alleinige Geschäftsführerin. Die Anzahl der Außendienstmitarbeiter wurde den sich ändernden neuen Erfordernissen angepasst. Das Unternehmen produziert heute eine wesentlich größere Anzahl von Produkten für eine gestiegene Anzahl von Kunden, deshalb sind 4 Mitarbeiter im Außendienst tätig.

Distribution und Produktpalette

Heute produziert OPAVSKY am Standort Vallendar für den globalen Markt. Neben den inländischen Kunden zählen Unternehmen aus dem gesamten EU-Raum zum Kundenkreis. Darüber hinaus gibt es Kunden in Australien und China, die Produkte von OPAVSKY einsetzen.

Hergestellt werden Emaille-Fritten für Sanitärobjekte, Kochgeschirr und technische Artikel.

Keramische Fritten: Diese werden zum überwiegenden Teil als Rohstoff für alle Arten von keramischen Glasuren verwendet oder werden als Binde-Fritten für die Schleifmittelindustrie und als Spezialprodukte für besondere Einsatzzwecke eingesetzt.

Opavsky liefert darüber hinaus Glasuren für den Temperaturbereich von 980° C – 1260° C. Der gesamte Bereich von Irdengut über Steingut zu Steinzeug kann damit abgedeckt werden.

Einen wesentlichen Teil des Produktprogramms bilden Glasuren sowie Sinterengoben und Edelengoben für die Dachziegelindustrie.

Im Heute schon gut gerüstet für die Zukunft

Das Unternehmen zählt heute 32 Mitarbeiter, in den letzten Jahren ist man in den Bereichen Entwicklung und Labor, Produktion und Außendienst gewachsen, um vor allem schneller und präsenter beim Kunden zu sein. Im Firmenlabor findet nicht nur die standardmäßige Produktüberwachung statt, sondern gleichermaßen die Entwicklung von Produkten nach Kundenwünschen. Zusätzlich unterstützen die Außendienstmitarbeiter den Kunden vor Ort, indem sie die Einführung von maßgeschneiderten Produkten begleiten. Für das Unternehmen nehmen die Kundenbetreuung vor Ort und noch flexiblere Produktionsprozesse sehr hohe Stellenwerte ein. Daher wurde und wird in beiden Bereichen stark investiert.

Unternehmensphilosophie

Das Unternehmen OPAVSKY Emailleschmelze & Glasurenfabrikation hat in seiner 100-jährigen Geschichte Wirtschaftswunderjahre und -krisen, verschiedene Trends und technische Revolutionen erlebt und sich im Wandel der Zeiten als erfolgreiches Familienunternehmen etabliert. Die Mannschaft bei OPAVSKY konzentrierte sich stets voll auf das Kerngeschäft. Gefragt nach dem Geheimnis der 100-jährigen Geschichte, bringt es Geschäftsführerin Inge Kropp auf den Punkt:

„Unser Unternehmen hat die Zeichen der Zeit gut verstanden und verhält sich in einem immer schwieriger werdenden Markt bewusst antizyklisch. Der Markt wird immer enger, wir versuchen unseren Stand in der Branche, den wir uns im Laufe der Zeit durch Erfahrung, modernster Technik und neue Ideen erarbeitet haben, weiter auszubauen. Dabei hat das Vertrauen unserer Kunden, das täglich erarbeitet werden muss, oberste Priorität“.